Also, fang ma mal bei mir an. Ich bin die Claudia aus Wien. Ich red selbst ned immer im Dialekt. Lustigerweis kommt’s immer drauf an, mit wem ich grad red und natürlich auch, woher die Person kommt. Aber meist red ich so, wie ich hier schreib. Also, so a bissi a Wienerisch hört ma raus, aber dieses „Mundl-Wienerisch“ gibt’s bei mir dann eher selten. Außer ich reg mich grad fürchterlich auf, dann kann’s scho mal sein, dass ma was hört wie „Heast, du Happl, bist komplett deppat??“ – Aber grundsätzlich hab ich ja a eher sonniges G’müt, also kommt des höchst selten vor. 😉
Ich mag alte Wörter und Redensarten, die meine Urli, Oma, mein Opa oder der Hans Moser, Paul Hörbiger und wie sie alle heißen, verwendet haben. Ich mag Ausdrücke, die sich in den Alltag eing’schlichen und beschlossen ham, da auch zu bleiben. Aber besonders mag ich die, die ma kaum mehr hört, und auch absurde Begriffe, bei denen ma sich „deppert lacht“, wenn ma sich überlegt, wie die vielleicht entstanden sind.
Der Wiener Dialekt is einfach viel zu lustig und g’miatlich, alsdass er vielleicht immer mehr verschwindet. Die Sprache verändert sich immer schon, das is einfach so. Aber zu Zeiten von YouTube und Co. wird alles ein bissl globaler, und die regionalen Ausdrücke gehen immer mehr und – kommt mir zumindest vor – immer schneller verloren. Viele kennen verschiedenste, ältere Begriffe gar nimmer. Und das darf ned sein, da wehr ich mich a bissl dagegen. Vor allem, weil ein Dialekt auch immer zeigt, wo ma herkommt. Und damit is er a Stückerl „Zuhaus“ – das darf ma doch ned einfach so hergeben!
Drum wollt ich schon immer irgendwas mit’m Wienerischen anfangen. Ja, es gibt eh schon x Dialekt-Seiten, wo’s Übersetzungen und Erklärungen zu den Ausdrücken gibt. Drum hab ich das als Idee einfach im Hinterkopf g’habt, aber noch ned so recht g’wusst, wie, was wo, …
Und 2021, 2022 herum hab ich a Grafikdesign-Ausbildung g’macht. Wie ich dann fertig war, hab ich mir allerdings dacht: „Schee, dass i das jetzt hab und kann, aber eigentlich mag i kane Logos oder Plakate oder sonstwas für igendwen designen“. Und auf amal war’s da – a Licht is ma aufgegangen, und ich hab g’wusst, jetzt is soweit: Warum ned mein „Wienerisch-Anliegen“ mit Grafikdesign verbinden?
Und genau das is das „Wiener Goscherl“:
👉 Wörter, Begriffe 👈
👉 Redensarten 👈
👉 Berufsbezeichnungen 👈
aus’m Wiener Dialekt, manchmal auch in einer „Grafik-Kombinesch“ aus Bild und Schrift, dazu noch die Infos, was das Wort oder der Ausdruck bedeutet, manchmal auch mit einem Hinweis, wie ma’s ausspricht oder verwendet.
Und wenn’s dem einen oder anderen vielleicht genau so gut g’fallt wie mir, um das Ganze auf einem Leiberl oder Pulli in die große Welt hinaus zu „schreien“, umso besser. 😉
Unterschiedlich. Entweder schnapp ich mir a fesche Schrift, oder ich hab eine Idee für a Grafik oder ein Bild, das gut passen tät.
Es gibt da kein Geheimrezept oder gar eine konsequente Art und Weise, wie ich das angeh. Bei mir is immer ein bissl Chaos – wurscht, um was es geht. Manchmal schnapp ich mir an Bleistift und an Block und kritzel drauflos. Manchmal isses das iPad mit Procreate oder der PC mit Illustrator bzw. Affinity, wo ich rumzeichne, bis es so wird, wie ich mir das vorstell. Manchmal sind’s einfach nur Schriftarten, die mir taugen, und die ich passend für’n jeweiligen Begriff find. Und manchmal hilft mir sogar Künstliche Intelligenz, des Teufelszeug, zur Ideenfindung.
Also ich nehm alles, was mir irgendwie zur Verfügung steht und schau, dass ich am End a paar fesche Kreationen hab, die mir selber g’fallen. – Und ja, sicher war ich in mein’ eigenen 👉 Shop 👈 schon einkaufen 😉
Weil’s mir a Anliegen is und ich niemandem was „vorgaukeln“ will oder falsche Annahmen suggerieren mag: Ich bin keine Sprachwissenschaftlerin oder Dialektforscherin, hab das Wienerische ned studiert oder sonstwas in die Richtung. Wenn also irgendwo ein grober Fehler auftaucht, dann sagts ma bitteschön einfach Bescheid. – Danke.